Wolfurt | 08.09.2026
Der Majer Haushaltstipp
Die Waschmaschine riecht muffig
Die Waschmaschine soll für saubere, frische Wäsche sorgen. Umso unangenehmer, wenn beim Öffnen der Tür ein muffiger Geruch entgegenkommt. Häufig helfen eine gründliche Reinigung und ein paar einfache Handgriffe im Alltag.
Feuchtigkeit, Waschmittelreste und Schmutz bieten Mikroorganismen gute Bedingungen. Ablagerungen sammeln sich dabei nicht nur im Inneren der Maschine, sondern auch in der Türdichtung und im Waschmittelfach. Wer diese Stellen regelmäßig pflegt, kann unangenehmen Gerüchen vorbeugen.
Türdichtung, Fuselsieb und Waschmittelfach reinigen
Ein guter erster Schritt ist ein Blick in die Gummidichtung: In ihren Falten bleiben häufig Wasser, Flusen und andere Rückstände zurück. Wischen Sie die zugänglichen Bereiche mit einem weichen, feuchten Tuch aus und trocknen Sie anschließend nach.
Auch im Flusensieb können sich Fusseln, Fremdkörper und Schmutz ansammeln und unangenehme Gerüche begünstigen. Kontrollieren und reinigen Sie es deshalb nach den Vorgaben der Bedienungsanleitung. Bei vielen Waschmaschinen sitzt es hinter einer kleinen Klappe im unteren Frontbereich.
Schalten Sie das Gerät vor der Reinigung aus und ziehen Sie den Netzstecker. Lassen Sie heißes Waschwasser zunächst abkühlen. Legen Sie Handtücher und ein flaches Gefäß bereit, denn beim Öffnen kann Restwasser austreten. Lassen Sie dieses nach Anleitung ab, entnehmen Sie das Sieb und reinigen Sie es unter fließendem Wasser. Setzen Sie es anschließend wieder korrekt und dicht ein.
Auch die Waschmittelschublade braucht regelmäßig Aufmerksamkeit. Nehmen Sie diese entsprechend der Bedienungsanleitung heraus und entfernen Sie Rückstände mit warmem Wasser und einer weichen Bürste. Reinigen Sie auch den zugänglichen Einschubbereich. Bei automatischen Dosiersystemen gelten die jeweiligen Pflegehinweise des Herstellers.
Wer überwiegend bei niedrigen Temperaturen wäscht, sollte etwa einmal im Monat einen regulären 60-Grad-Waschgang mit pulverförmigem Vollwaschmittel einplanen.
Das passende Reinigungsprogramm nutzen
Waschen bei niedrigen Temperaturen spart Energie. Wird jedoch über längere Zeit ausschließlich kühl gewaschen, kann das die Geruchsbildung begünstigen. Nutzen Sie deshalb das vorgesehene Trommel- oder Maschinenreinigungsprogramm und halten Sie sich bei Reinigungsmittel und Dosierung an die Bedienungsanleitung.
Hat Ihr Gerät kein eigenes Pflegeprogramm, prüfen Sie die Herstellerempfehlung für einen geeigneten heißen Reinigungslauf. Ein solcher Durchgang kann helfen, Rückstände im Inneren zu beseitigen.
Wer überwiegend bei niedrigen Temperaturen wäscht, sollte etwa einmal im Monat einen regulären 60-Grad-Waschgang mit pulverförmigem Vollwaschmittel einplanen. Dafür eignen sich beispielsweise weiße Baumwollhandtücher oder Bettwäsche, sofern das Pflegeetikett diese Behandlung erlaubt. Das hilft, Keimwachstum und unangenehmen Gerüchen vorzubeugen. Diese Empfehlung gibt das Deutsche Bundesumweltamt auf seiner Website.
Eine Kochwäsche bei 90 Grad ist dafür normalerweise nicht erforderlich. Empfiehlt der Gerätehersteller zur Maschinenreinigung ein heißeres Programm oder ein spezielles Reinigungsmittel, halten Sie sich an diese Vorgaben. Das Programm Eco 40–60 ersetzt einen gezielten heißen Pflegedurchgang nicht, da es mit niedrigeren Temperaturen arbeiten kann.
Waschmittel richtig dosieren
Mehr Waschmittel bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Entscheidend ist eine Menge, die zur Beladung, zum Verschmutzungsgrad und zur Wasserhärte passt. Auch eine zu geringe Dosierung kann zu unbefriedigenden Ergebnissen beitragen. Orientieren Sie sich deshalb an den Angaben auf der Verpackung und prüfen Sie bei automatischer Dosierung die Grundeinstellung.
Nach dem Waschen trocknen lassen
Nehmen Sie die fertige Wäsche möglichst bald aus der Trommel. Lassen Sie anschließend die Tür und die Waschmittelschublade einen Spalt geöffnet, damit Restfeuchtigkeit entweichen kann. Wasser in der Türdichtung lässt sich mit einem Tuch aufnehmen. Diese kleinen Handgriffe machen die regelmäßige Maschinenpflege besonders einfach.
Tatsächlich können Essig oder Zitronensäure Kalk lösen und kurzfristig Gerüche reduzieren. Doch Vorsicht: Beides ist für die Waschmaschine aber keine echte Standardlösung.



